Trafostation aus Holz oder Beton? Der direkte Vergleich
85 % aller Trafostationen werden aus Beton gebaut. Seit Jahrzehnten Standard — doch muss das so bleiben? Vergleichen Sie selbst.
Vorschlag: Vergleichs-Infografik Holz vs. Beton
Der Vergleich auf einen Blick
| Kriterium | Betonstation | KAMBI-Station (Holz) |
|---|---|---|
| Gewicht (Bsp. 5,4 × 3 × 3,6 m) | ca. 30 t | ca. 14 t |
| CO₂-Bilanz | ca. 7 t CO₂ Emission | ca. 7 t CO₂ Speicherung |
| ESG-Beitrag | Negativ (Scope-3) | Positiv — verbessert ESG-Kennzahlen |
| Zertifizierung | IEC 62271-202 | IEC 62271-202:2022-06, IPH Berlin |
| Störlichtbogenprüfung | Normkonform | IAC AB 20 kA 1 s — kein Druckanstieg |
| Personenschutz | Druckwelle möglich | Keine Druckwelle, keine Teile |
| Schaltanlagen | Herstellerabhängig | Geprüft: UESA, Siemens, Schneider |
| Schutzgrad | Herstellerabhängig | IK10 + IP23D geprüft |
| Brandverhalten | Nicht brennbar, Splitter bei Explosion | Berechenbarer Abbrand, lange Tragfähigkeit |
| Wärmedämmung | Zusatzdämmung nötig | Natürlicher Wärmeisolator |
| Transport | Schwertransport + Schwerlastkran | Standardtransport + kleiner Kran |
| Gestaltung | Eingeschränkt (grau, kastenförmig) | Frei wählbar — Dachform, Fassade |
| Akzeptanz Wohngebiet | Gering | Hoch — architektonisch integrierbar |
| Nachrüstung | Bohren in Beton | Schrauben direkt ins Holz |
| Erweiterbarkeit | Schwierig und teuer | Doppelboden einfach öffnbar |
| Kreislauffähigkeit | Betonrecycling energieintensiv | Holz wiederverwendbar (zirkulär) |
| Lieferzeit | 20–30 Wochen | Eigene Produktion — flexibel, kürzer |
| Qualitätssicherung | Herstellerabhängig | RAL 422, Ü-Zeichen, GDF-Mitglied |
Vorschlag: Holz-Nahaufnahme oder Wald/CO₂-Grafik
Nachhaltigkeit & CO₂-Bilanz
Die Zahlen sprechen für sich: Bei der Herstellung einer Betonstation werden rund 7 Tonnen CO₂ freigesetzt. Die KAMBI-Station dreht dieses Verhältnis um — sie speichert etwa 7 Tonnen CO₂ langfristig im verbauten Holz. Das ergibt ein Delta von rund 14 Tonnen CO₂ pro Station.
Die KAMBI-Station besteht zu mehr als zwei Dritteln aus Holz — einem nachwachsenden Rohstoff. Nach Ende der Nutzungsdauer kann das Holz im Rahmen zirkulären Bauens weiterverwendet werden.
Für Unternehmen, die ESG-Kennzahlen berichten, ist das ein konkreter, messbarer Beitrag — im Gegensatz zu einer Betonstation, die als Scope-3-Emission in Ihre Bilanz eingeht.
Vorschlag: KAMBI-Station auf LKW / Kranverladung
Gewicht & Logistik
Der Unterschied beim Gewicht ist erheblich: Eine vergleichbare Betonstation wiegt rund 30 Tonnen — die KAMBI-Station nur etwa 14 Tonnen. Das ist weniger als die Hälfte.
In der Praxis bedeutet das: Sie brauchen keinen Schwerlastkran, keinen Schwertransport mit Sondergenehmigung, und können auch abgelegene Standorte erschließen, die für schwere Betonstationen unzugänglich wären. Die Einsparung bei Transport und Krankosten macht einen spürbaren Unterschied in Ihrem Projektbudget.
Vorschlag: Störlichtbogentest-Bild (Bild 2064 aus Media Library)
Sicherheit & Zertifizierung
Ein häufiges Vorurteil: „Holz brennt — Beton nicht." Die Realität ist differenzierter.
Die KAMBI-Station ist nach IEC 62271-202:2022-06 im IPH Berlin geprüft und zertifiziert. Die Störlichtbogenprüfung erfolgte unter anspruchsvollen Bedingungen: 24.000 Volt, 20.000 Ampere, 1 Sekunde Dauer, Kurzschluss über 3 Phasen. Das Ergebnis: Bei geschlossener Tür erhöhte sich der Druck im Inneren nicht. Keine Druckwelle, keine umherfliegenden Teile, keine irreparablen Schäden für den Bediener.
Die Typprüfung wurde mit drei namhaften Schaltanlagenherstellern durchgeführt und bestanden: UESA (MSA-L-24-MKK-C), Siemens (8DJH 24 Blue GIS) und Schneider (RM-AirSeT). Zusätzlich sind die Schutzgrade IK10 und IP23D geprüft und bestätigt.
Holz hat im Brandfall ein berechenbares Abbrandverhalten und behält lange seine statische Tragfähigkeit. In Kombination mit dem konstruktiven Brandschutz und dem KAMBI Pressure Control System bietet die Station einen Personenschutz, der neue Standards setzt.
Vorschlag: KAMBI-Station im Wohngebiet / Design-Varianten
Gestaltung & Akzeptanz
Eine Betonstation sieht aus wie eine Betonstation — grau, kastenförmig, oft ein Fremdkörper im Ortsbild. Die KAMBI-Station bietet Gestaltungsfreiheit: jede Dachform, verschiedene Fassadenvarianten (unbehandelte Douglasie, Putz, horizontale oder vertikale Holzfassade), und architektonische Integration in Wohn- und Gewerbegebiete.
Das erhöht die Akzeptanz bei Anwohnern und Gemeinden — ein Faktor, der bei Genehmigungsverfahren und öffentlichen Projekten zunehmend entscheidend ist.
Vorschlag: Offene KAMBI-Station mit sichtbarer Innenausstattung
Servicefreundlichkeit & Erweiterbarkeit
Wer schon einmal nachträglich eine Leitung durch eine Betonwand gezogen hat, kennt den Aufwand. In der KAMBI-Station lassen sich Leitungen, Steuereinheiten und zusätzliches Equipment direkt in den Holzkörper montieren — ohne aufwändiges Bohren.
Erweiterungsflächen im Doppelboden können präzise und einfach geöffnet werden. Das senkt die Kosten für nachträgliche Anpassungen deutlich und macht die Station zukunftssicher.
Vorschlag: Produktionshalle / Timeline-Grafik
Verfügbarkeit & Lieferzeit
Die durchschnittliche Lieferzeit für Stationskörper auf dem Markt liegt bei 20 bis 30 Wochen. Da Holzbau Dawen die meisten Komponenten der KAMBI-Station im eigenen Produktionsprozess fertigt, können flexiblere und kürzere Lieferzeiten angeboten werden.
Angesichts steigender Nachfrage — durch Energiewende, Ladeinfrastruktur, Speicherkraftwerke und das SF6-Schaltanlagenverbot — wird Verfügbarkeit zunehmend zum entscheidenden Faktor.
Vorschlag: Zertifikat / Prüfsiegel
Geprüfte Qualität
Die KAMBI-Station wird nach DIN 1052-11:2022-12 gefertigt und verfügt über eine bauaufsichtliche Zulassung mit Ü-Zeichen gemäß den Landesbauordnungen. Holzbau Dawen ist Mitglied der Gütergemeinschaft Deutscher Fertigbau (GDF) und trägt das RAL-Gütezeichen 422 „Holzhausbau". Die Produktionsprozesse unterliegen einer Fremdüberwachung durch neutrale Prüfer.
Vorschlag: KAMBI-Station in verschiedenen Einsatzszenarien
Für wen eignet sich die KAMBI-Station besonders?
- Netzbetreiber, die ESG-Ziele erfüllen und gleichzeitig Logistikkosten senken wollen
- Planungsbüros, die Alternativen zu Beton suchen und Genehmigungsverfahren beschleunigen wollen
- Kommunen und Stadtwerke, die Wert auf Akzeptanz im Ortsbild legen
- Industrieunternehmen, die nachhaltige Infrastruktur in ihren ESG-Bericht aufnehmen möchten
- Projektierer für Ladeinfrastruktur und Erneuerbare Energien, die schnelle Verfügbarkeit brauchen
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