Häufige Fragen zur KAMBI-Station

Trafostation aus Holz für nachhaltige Energieinfrastruktur

Die KAMBI-Station ist eine moderne Trafostation aus Holz, die nachhaltigen Holzbau mit den hohen technischen Anforderungen der Energieinfrastruktur verbindet. Als nachhaltige Trafostation stellt sie eine zukunftsfähige Alternative zu klassischen Beton-Trafostationen dar und erfüllt zugleich die Anforderungen von Netzbetreibern, Kommunen und Industrie.

Durch den hohen Anteil des nachwachsenden Baustoffs Holz wirkt die KAMBI-Station CO₂-bindend und unterstützt aktiv Klimaziele sowie ESG-Strategien. Gleichzeitig überzeugt die Holz-Trafostation durch ihre zertifizierte Sicherheit, ein durchdachtes Druckentlastungssystem und eine langlebige, wartungsfreundliche Konstruktion.

Ob als Trafo- oder Übergabestation, Technikgebäude oder modular erweiterbares Stationsgebäude – die KAMBI-Station ist flexibel einsetzbar und lässt sich an unterschiedliche Projektanforderungen anpassen. Dank ihres geringen Gewichts, der hohen Gestaltungsfreiheit und der effizienten Logistik eignet sich die Trafostation aus Holz sowohl für urbane als auch für abgelegene Standorte und anspruchsvolle Energieprojekte.

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Welche Vorteile hat eine Trafostation aus Holz gegenüber Beton?

Eine Trafostation aus Holz ist deutlich leichter als eine Betonstation, was Transport, Logistik und Montage vereinfacht. Zusätzlich bindet der Baustoff Holz CO₂, ermöglicht flexible Gestaltung und erleichtert spätere Anpassungen oder Erweiterungen – ein klarer Vorteil gegenüber massiven Betonbauwerken.

Für welche Einsatzbereiche eignet sich eine Holz-Trafostation?

Die KAMBI-Station eignet sich für zahlreiche Anwendungen, darunter Energie- und Netzinfrastruktur, Industrieanlagen, kommunale Projekte, erneuerbare-Energien-Standorte sowie abgelegene oder schwer zugängliche Orte. Durch ihre modulare Bauweise kann die Trafostation aus Holz projektbezogen angepasst werden.

Ist eine Trafostation aus Holz sicher?

Ja. Eine moderne Trafostation aus Holz erfüllt dieselben – und in vielen Bereichen sogar höhere – Sicherheitsanforderungen wie konventionelle Betonstationen. Die KAMBI-Station ist nach der geltenden Norm geprüft und verfügt über ein effizientes Druckentlastungssystem, das im Störfall den Personenschutz gewährleistet. Weitere Informationen finden Sie hier.

Ist eine Holz-Trafostation brandsicher?

Holz besitzt im Brandfall ein berechenbares Abbrandverhalten und behält lange seine statische Tragfähigkeit. In Kombination mit konstruktivem Brandschutz und geprüften Systemen ist eine Holz-Trafostation brandsicher und normkonform ausgeführt. Näheres dazu hier.

Welche Zertifizierungen und Prüfungen hat die KAMBI-Station?

Die KAMBI-Station verfügt über eine umfassende Zertifizierung:

  • Ü-Zeichen — bauaufsichtliche Zulassung nach Landesbauordnung. Nach unserem Kenntnisstand die einzige Holz-Trafostation mit dieser Zulassung.
  • DIN EN IEC 62271-202 — störlichtbogengeprüft und zugelassen
  • RAL-Gütezeichen 422 — geprüfte Fertigungsqualität im Holzbau (Gütegemeinschaft Deutscher Fertigbau)
  • Störlichtbogentest am IPH Berlin: 1 Sekunde, 24.000 Volt, 20.000 Ampere, 3-Phasen-Kurzschluss — bestanden

Alle Details finden Sie auf unserer Seite zu Sicherheit & Normen.

Welche Schaltanlagen können in der KAMBI-Station verbaut werden?

Die KAMBI-Station ist mit drei typgeprüften Schaltanlagen verfügbar:

  • UESA MSA-L-24-MKK-C
  • Siemens 8DJH 24 Blue GIS
  • Schneider RM-AirSeT (SF₆-frei)

Alle drei Konfigurationen wurden im Zusammenspiel mit der KAMBI-Station typgeprüft. Damit haben Netzbetreiber die Wahl zwischen bewährten Herstellern und können auch SF₆-freie Technik einsetzen.

Welche Maße und Größen sind möglich?

Die KAMBI-Station wird in einem feinen Rastermaß gefertigt:

  • Breite: 2,40–4,20 m (30-cm-Raster)
  • Länge: 2,50–10,00 m (50-cm-Raster)
  • Höhe: ca. 3,50 m
  • Kleinste Station: ab ca. 4 m² — nach unserem Kenntnisstand die kleinste begehbare Trafostation am Markt

Sondergrößen sind möglich. Alle technischen Details finden Sie auf unserer Seite zu den technischen Daten.

Wie langlebig ist eine nachhaltige Trafostation aus Holz?

Bei fachgerechter Planung und Ausführung ist eine nachhaltige Trafostation aus Holz äußerst langlebig. Der konstruktive Holzschutz, hochwertige Materialien und eine servicefreundliche Bauweise sorgen für eine lange Nutzungsdauer bei gleichzeitig geringem Wartungsaufwand.

Kann eine Trafostation aus Holz individuell gestaltet werden?

Ja. Holz bietet große gestalterische Freiheit. Dachformen, Fassaden und Oberflächen können individuell ausgeführt werden, sodass sich die Holz-Trafostation harmonisch in ihre Umgebung einfügt – funktional und architektonisch.

Wie ist die CO₂-Bilanz einer Holz-Trafostation im Vergleich zu Beton?

Der Unterschied ist erheblich: Eine konventionelle Betonstation setzt bei der Herstellung ca. 7 Tonnen CO₂ frei. Die KAMBI-Station hingegen speichert ca. 7 Tonnen CO₂ im verbauten Holz. Pro Station ergibt sich damit eine Differenz von rund 14 Tonnen CO₂.

Bei Netzbetreibern mit hunderten Stationen summiert sich das schnell auf tausende Tonnen. Mehr dazu auf unserer Nachhaltigkeitsseite.

Unterstützt die KAMBI-Station ESG-Reporting?

Ja. Die KAMBI-Station liefert konkrete, belegbare Kennzahlen für die Nachhaltigkeitsberichterstattung:

  • Scope-3-Emissionen: Reduktion der vorgelagerten Emissionen durch Holz statt Beton
  • GRI / ESRS: Dokumentierbare Daten zu Materialherkunft, CO₂-Bilanz und Kreislaufwirtschaft
  • SDG 12 + 13: Direkter Beitrag zu verantwortungsvollem Konsum und Klimaschutz

Die Werte lassen sich direkt in CSRD-konforme ESG-Berichte übernehmen.

Wie schwer ist die KAMBI-Station und wie wird sie transportiert?

Die KAMBI-Station wiegt ca. 14 Tonnen — das ist etwa die Hälfte einer vergleichbaren Betonstation (ca. 30 Tonnen). Das hat direkte Vorteile:

  • Kein Schwertransport nötig
  • Kleineres, günstigeres Kran-Equipment ausreichend
  • Einfacherer Zugang auch an schwer erreichbaren Standorten

Die Station wird als fertiges Modul angeliefert und vor Ort aufgestellt. Weitere Informationen zum Vergleich finden Sie auf unserer Seite Holz vs. Beton.

Wie schnell ist eine KAMBI-Station lieferbar?

Die Lieferzeit der KAMBI-Station ist deutlich kürzer als bei konventionellen Betonstationen. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Lieferzeit für Betonstationen liegt bei 20–30 Wochen, in Extremfällen bei 60–80 Wochen.

Die KAMBI-Station wird in der eigenen Fertigung von Holzbau Dawen hergestellt — mit kurzen Wegen und planbaren Kapazitäten. Konkrete Liefertermine nennen wir Ihnen gerne im Beratungsgespräch.

Was bedeutet das SF₆-Verbot für neue Trafostationen?

Die EU F-Gas-Verordnung (EU) 2024/573 verbietet seit dem 1. Januar 2026 die Inbetriebnahme neuer SF₆-haltiger Schaltanlagen bis einschl. 24 kV. Das betrifft nicht den Bestand, aber jede Neuanlage.

Die KAMBI-Station ist darauf vorbereitet: Mit der typgeprüften Schneider RM-AirSeT bieten wir eine vollständig SF₆-freie Schaltanlage an. Netzbetreiber können so regulatorisch konform planen, ohne Kompromisse bei der Sicherheit einzugehen.

In welche Regionen wird die KAMBI-Station geliefert?

Die KAMBI-Station wird in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg (DACH+L) geliefert. Die Fertigung erfolgt am Standort Saarburg durch Holzbau Dawen.

Für Anfragen aus anderen Regionen sprechen Sie uns gerne direkt an.

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